Rechtschreibprobleme sind mir nicht fremd

 

Ich möchte mich bei Ihnen vorstellen. Mein Name ist Verena Borchardt und ich bin mit Markus Borchardt verheiratet.

Wir haben vier gemeinsame Kinder. Eines unserer Kinder hatte bereits in der ersten Klasse Probleme mit dem Erlernen der Buchstaben. Das Zusammenschleifen der Buchstaben und später das Lesen war kein andauerndes Problem, aber das Schreiben. In der zweiten Klasse wurde das Problem immer deutlicher. Regelmäßiges Üben gab uns die Hoffnung, etwas verändern zu können, aber die Rechtschreibfehler blieben.   

Die Lehrerin machte uns immer wieder darauf aufmerksam, dass unser Kind ADS haben könnte und wir einen Arzt konsultieren sollten. Da das träumerische Verhalten aber nur bei den Hausaufgaben und in der Schule auftrat, suchte ich

weiter nach dem Problem. Wir machten viele Übungen und konnten eine minimale Verbesserung erzielen. Wir besuchten zuerst den Augenarzt und danach den Ohrenarzt. Die Augen konnten mit der bereits vorhandenen Brille ausreichend sehen,

und der Ohrenarzt verzeichnete ein gutes Gehör. Obwohl der Ohrenarzt uns mitteilte, dass die Ohren gesund seien, fiel immer wieder auf, dass bestimmte Laute falsch verstanden wurden, z. B. Sprutel anstatt Sprudel. Mit den Augen konnte

unser Kind die Buchstaben nicht lange genug fixieren. Aber was sollten wir tun?

Durch eine Broschüre wurde ich auf das Thema Legasthenie aufmerksam. Ich machte eine Fernausbildung zur diplomierten Legasthenietrainerin beim Kärntner Landesverband und konnte dann unser Kind mit dem AFS-Computertest auf eine eventuell vorhandene Legasthenie oder LRS testen. Der Test machte deutlich, dass die Sinneswahrnehmungen im akustischen und optischen Bereich von der Norm abwichen. Außerdem waren Schwankungen der Aufmerksamkeit vorhanden. Die vermutete Diagnose ADS wurde nicht bestätigt, denn es lag eine eindeutige Legasthenie vor. 

Wir wussten nun, dass wir die Rechtschreibfehler mit dem richtigen Training verringern konnten. Das Training brachte nach einem halben Jahr geringe, aber sichtbare Erfolge.

 

Außerdem lernte ich über den Eltern-Ratgeber Teilleistungs-Schwäche von Schlaudino mehr über das beidäugige Sehen und die zentrale Hörverarbeitung. Um das beidäugige Sehen zu überprüfen, muss ein klinischer Optometrist oder ein auf Kinderoptometrie spezialisierter Augenarzt aufgesucht werden.

 

Ich unterstütze Kinder der ersten bis fünften Klasse. Es gibt viele betroffene Kinder, denen geholfen werden kann. Auch Eltern können ihren Kindern helfen. Wichtig ist die willentliche Zusammenarbeit und die Freude am Training.

 

Es freut mich, dass Sie auf meine Seite geklickt haben. Ich wünsche Ihnen, dass auch Sie die entsprechende Hilfe für Ihr Kind finden oder lernen, ihm zu helfen.

 

Ihre

Verena Borchardt